Die Ursache, die den Aberglauben hervorbringt, erhlt und ernhrt, ist
die Furcht.
		-- Baruch de Spinoza (Tractatus theologico-politicus)
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So leicht es ist, den Menschen jede Art des Aberglaubens einzuflen,
so schwer lt sich dagegen erreichen, da sie in ein und derselben
Art verharren.
		-- Baruch de Spinoza (Tractatus theologico-politicus)
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Weil die groe Menge immer gleich elend bleibt, bleibt sie nie lange
demselben Aberglauben ergeben; vielmehr wird sie immer wieder von
einem neuen Aberglauben angezogen, von welchem sie noch niemals
getuscht worden ist.
		-- Baruch de Spinoza (Tractatus theologico-politicus)
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Die Ohnmacht des Menschen in Migung oder Hemmung der Affekte nenne
ich Knechtschaft; denn der von seinen Affekten abhngige Mensch ist
nicht Herr ber sich selbst, sondern dem Schicksal untertan.
		-- Baruch de Spinoza (Nachla)
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Das Unvermgen eines Menschen, seine Affekte zu zgeln und 
einzuschrnken, nenne ich Knechtschaft.
		-- Baruch de Spinoza (Ethik)
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Denn jeder lenkt alles gem seinem Affekt.
		-- Baruch de Spinoza (Ethik)
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Der von seinen Affekten abhngige Mensch ist nicht Herr ber sich
selbst, sondern ein Sklave des Schicksals.
		-- Baruch de Spinoza
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Alle Dinge geschehen aus Notwendigkeit. Es gibt in der Natur kein
Gutes und kein Schlechtes.
		-- Baruch de Spinoza
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Jeder hat so viel Recht, wie er Gewalt hat.
		-- Baruch de Spinoza
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Jede Erscheinung beweist ihre Notwendigkeit durch ihr Dasein.
		-- Baruch de Spinoza
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Sicherlich wrde das menschliche Leben weit glcklicher verlaufen,
wenn der Mensch ebenso gut zu schweigen wie zu reden vermchte. Aber
die Erfahrung lehrt uns mehr als genug, da der Mensch nichts so
schwer beherrscht wie seine Zunge.
		-- Baruch de Spinoza
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Ich wei nicht, wie ich Philosophie lehren soll, um nicht zum Strer
herbeigebrachter Religion zu werden.
		-- Baruch de Spinoza
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Das Ziel der Philosophie ist einzig und allein die Wahrheit, das Ziel
des Glaubens einzig und allein Gehorsam und Frmmigkeit.
		-- Baruch de Spinoza (Theologisch-politisches Trakat 14)
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Die gewhnlichen Menschen trachten, so scheint es mir wenigstens, nach
nichts weniger als nach einem der heiligen Schrift entsprechenden
Leben. Vielmehr sehen wir, da sie fast alle ihre Hirngespinste fr
Gottes Wort ausgeben und nur darauf bedacht sind, unter dem Deckmantel
der Religion andere Leute zu zwingen, da sie denken wie sie selbst.
		-- Baruch de Spinoza (Theologisches Traktat)
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Der Drang, die gttliche Religion auszubreiten, sank zur schmutzigen
Habgier und Ehrsucht und das Gotteshaus selbst zum Theater herab, in
dem sich nicht mehr Kirchenlehrer, sondern Redner hren leien, denen
es nicht darauf ankam, das Volk zu belehren, sondern blo es zur
Bewunderung hinzureien und die Andersdenkenden ffentlich anzugreifen
und nur das Neue und Ungewohnte zu lehren, wei es eben das Volk am
meisten bewunderte.
		-- Baruch de Spinoza (Theologisch-politisches Trakat)
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Solange sich ein Mensch einbildet, etwas nicht tun zu knnen, solange
ist es ihm unmglich, es zu tun.
		-- Baruch de Spinoza
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